Prof. Dr. theol.
Uta
Ranke-Heinemann

* 2.10.1927


Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann; Foto: dpa




13. September 2013
Vortrag an der Universität Paderborn
von Uta Ranke-Heinemann

Das Kreuz mit der Christianisierung
"Meine lebenslange Suche nach Gott"

--> zum Nachlesen

--> als Video (YouTube)


Veranstaltungshinweis (pdf)

Pressemeldungen
11. August 2013
Vortrag im Frauenmuseum Bonn
von Uta Ranke-Heinemann

"Warum Vatikan und nicht Muttikan"

Februar 2012
Warum ist es so schwer, Trost zu finden?
Senioren Ratgeber
Interview mit Uta Ranke-Heinemann

22. September 2011
Rede auf der Homosexuellen-Demo
zum Papstbesuch

von Uta Ranke-Heinemann

Dezember 2011
Der Papst, schwul statt asexuell?
Ein Nachmittag mit Uta Ranke-Heinemann,
der Grande Dame der Ketzerei
von Stefan Lauer

16. Dezember 2010
Evangelisch-Lutherische Kirche in Hamburg - Interview

"Das Zaubertor zum Christentum"

November 2010
Sehr geehrter Papst!
Ein Brief an Benedikt XVI.

von Uta Ranke-Heinemann

3. Quartal 2010
Hintergrund - Das Nachrichtenmagazin
Von was erlöst, bitte?

15. Juni 2010
Ich klage Papst Benedikt XVI. an
Ausschnitt aus einer Veranstaltung im
zakk (Studio), 40233 Düsseldorf
Vortrag und Diskussion: Sexueller Mißbrauch durch katholische Geistliche - Kein Thema für die weltliche Justiz?

22. Februar 2010
Die Tageszeitung junge Welt
Der Papst weint Krokodilstränen
Die Geheimschreiben aus dem Vatikan und die Vertuschung der Pädophilieverbrechen

18. Februar 2010
Der Papst weint Krokodilstränen
Interview mit FOCUS-Redakteur Matthias Kietzmann

1. Oktober 2009,
Protokoll Maren Soehring, Die Zeit Nr. 41
Historische Reifeprüfung: Allein unter Jungen.

1. August 2009
3 Minuten mit Uta Ranke-Heinemann:
Verleihung des Blütenfest-Award
zum Ruhr-CSD, Essen, Kennedyplatz

14./15. Februar 2009
Die Tageszeitung junge Welt
Der keusche Elefant
Was Papst Benedikt XVI. an Darwin nicht gefällt

epoc 03/08
Spektrum der Wissenschaft Verlag

Mein Held der Geschichte
Uta Ranke-Heinemann über René Descartes

aus: Alfred Neven DuMont (Hrsg.): Jahrgang 1926/27,
Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz, Köln 2007, S.95-106
Der BDM-Keller im Hause meines Vaters
Meine Jugenderinnerungen an die Hitlerzeit

6. Dezember 2007
Die Tageszeitung junge Welt
Der Papst und die anderen
Nur wer glaubt, was Benedikt XVI. glaubt, hofft richtig. Gedanken einer Ketzerin zu seiner zweiten Enzyklika

23. Februar 2007
Süddeutsche Zeitung
Ein Interview von Oliver Das Gupta
Uta Ranke-Heinemann ist empört über das "Gebärmaschinen"-Gerede von Bischof Mixa.

9. September 2006
Zum Besuch des Papstes in Deutschland
Der Papst und die löchrigen Kondome


22. August 2006
Rede zum 30. Todesjahr
von Gustav Heinemann

Mein Vater Gustav der Karge

17. Mai 2006
Quergefragt - SWR
War Jesus verheiratet?
Der Streit um den "Sakrileg"-Film

24. April 2006
Standart.at - Interview
Kondomverbot ist
"Verbrechen an der Menschheit"

29. April 2006
Essener Seniorentag in der Mayerschen Buchhandlung

Über die Weisheit des Alters

15. September 2003
Schlingensief-Festival Frankfurt
Der Papst, die Kardinäle und die Frauen
Eine Satire

29. Mai 2003
"Feldkirch-Rede"
Meine Suche nach den Spuren Gottes

Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor.
Der Papst stellt sich Gott als Mann vor.
(Uta Ranke-Heinemann)

Uta Johanna Ingrid Ranke-Heinemann wird am 2. Oktober 1927 in Essen geboren. Ihr Vater, Gustav Heinemann, war von 1969 bis 1974 Bundespräsident. Zu den Vorfahren der Mutter, Hilda Heinemann, zählt der Schweizer Mediziner und Dichter Albrecht von Haller (1708-1777). Uta besucht in Essen das Burggymnasium, an dem sie das einzige Mädchen ist und dessen erste Abiturientin sie wird - seit Gründung des Gymnasiums im 9. Jahrhundert. 1947 macht sie ihr "Abitur mit Auszeichnung". "Abitur mit Auszeichnung" war damals selten, das letzte hatte es am Burggymnasium 30 Jahre davor gegeben. Im Anschluss studiert sie in Oxford, Bonn, Basel und Montpellier bis 1953 evangelische Theologie. Am 25. September 1953 tritt sie zum Katholizismus über, studiert in München katholische Theologie und promoviert 1954 zum Dr. theol. Vor 1954 hatte es weltweit noch keine Frauenpromotion in katholischer Theologie gegeben. In München war sie 1953/1954 Studienkollegin von Papst Benedikt XVI.

1954 heiratet sie ihren Klassenkameraden, den Religionslehrer Edmund Ranke, mit dem sie sich auf dem Burggymnasium verlobt hatte. Ihre beiden Söhne, Johannes und Andreas, werden 1958 und 1960 geboren.

Ab 1955 ist Uta Ranke-Heinemann zunächst Dozentin am Erzbischöflichen Katechetinnenseminar in Bonn. 1965 wechselt sie in gleicher Funktion an die Pädagogische Hochschule in Neuss/Rheinland und habilitiert 1969 im Fach katholische Theologie, weltweit als erste Frau. Ihre Antrittsvorlesung hält sie über das Thema "Ökumenische Aufgaben der Kirchen heute". Nach Auflösung der Pädagogischen Hochschule Neuss übernimmt sie 1980 einen Lehrstuhl für katholische Theologie an der Universität Duisburg, ehe sie 1985 an die Universität Essen wechselt, wo sie seither Neues Testament und Alte Kirchengeschichte lehrt.

Seit den 70er Jahren engagiert sich Uta Ranke-Heinemann neben ihrer Lehrtätigkeit auch im Bereich der Entwicklungspolitik und humanitären Hilfe. Sie tritt für ein internationales Verbot von Napalm ein und reist Ende 1972 nach Nordvietnam zu einem Treffen mit Ministerpräsident Pham Van Dong. In Indien besucht sie 1973 kirchliche Hilfsprojekte und im Dezember 1979 bringt sie Medikamentenspenden nach Kambodscha. Anfang der 80er Jahre spricht sie sich für eine umfassende Nullösung aller Atomwaffen aus. Durch ihr Engagement in der Friedensbewegung sorgt sie für Schlagzeilen. Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen kandidiert sie 1985 als Spitzenkandidatin der "Friedensliste".

Innerhalb der katholischen Kirche erweist sich die Professorin als streitbare Kirchenfrau. In der Fernsehsendung "Panorama" vom 2.2.1976 polemisiert sie gegen den "Sexualpessimismus" und wendet sich gegen die Intoleranz der Kirche zu Fragen der Ehen ohne Trauschein. (Es handelte sich um die sog. "Noteheschließung", wie sie im Kirchenrecht 1917 can. 1098 und später im Kirchenrecht 1983 can. 1116 ausdrücklich gestattet ist). Scharfe Kritik übt sie 1980 an dem kostenaufwendigen "Frömmigkeitsspektakel" um den Besuch von Papst Johannes Paul II. in der Bundesrepublik aus Anlass der 700-Jahr-Feier zum Todestag von Albertus Magnus. Ihre kritische Auseinandersetzung mit dessen Schriften, den sie als "Frauenfeind und Antijudaist" beschreibt, führt auch zu Kontroversen mit dem Dominikanerorden.

Für weiteren Diskussionsstoff sorgt die engagierte Theologin 1987, als sie im Vorfeld des Papstbesuches in der Bundesrepublik als Diskussionsteilnehmerin in einer Live-Sendung des WDR-Fernsehens die kirchliche Lehre der Jungfrauengeburt Jesu als "zeitbedingtes Vorstellungsmodell" bezeichnet. Ihre weitergehende Äußerung, dass die "mirakulöse Unversehrtheit" auch bei der Geburt Jesu nicht nur theologische Fragen bezüglich der wahren Mutterschaft Marias aufwerfe, sondern zudem "sexualfeindliche und zölibatär-neurotische Züge" trage, führen zu einer Auseinandersetzung mit dem Episkopat. Wegen ihres "beharrlichen Zweifels" an der Jungfrauengeburt wird sie gemäß can. 1364 §1 und can. 751 CIC exkommuniziert. Durch den Bischof von Essen, Franz Hengsbach, wird ihr am 15. Juni 1987 die Lehrbefugnis entzogen. Ende 1987 erhält Uta Ranke-Heinemann, die Beamtin auf Lebenszeit ist, einen neuen, kirchenunabhängigen Lehrstuhl für Religionsgeschichte an der Universität Essen.

Der PDS-Parteivorstand nominiert die parteilose Theologin Uta Ranke-Heinemann im Mai 1999 für das Amt der Bundespräsidentin. Zum Bundespräsidenten gewählt wird jedoch Johannes Rau.

Uta Ranke-Heinemann scheut keine heißen Eisen. Ihre Anklage gegen die Sexualvorstellungen der Kirche veröffentlicht sie 1988 in ihrem Buch unter dem Titel "Eunuchen für das Himmelreich. Katholische Kirche und Sexualität". Das vielfach übersetzte Buch wird 1989 Sachbuch des Jahres. Ihre ungewöhnlichen Sprachkenntnisse (12 Sprachen) erweisen sich als nützlich und notwendig bei der Kontrolle der Übersetzungen. Ab 22. Auflage wurde die deutsche Ausgabe wesentlich erweitert und erschien als Ergänzte Neuausgabe 2000 als Heyne-Taschenbuch. Die inzwischen 26. Auflage 2012, unter dem neuen Buchtitel "Eunuchen für das Himmelreich. Katholische Kirche und Sexualität. Von Jesus bis Benedikt XVI." wurde um das Kapitel "Meine große Enttäuschung" erweitert.

Auch ihr 1992 vorgelegtes Buch "Nein und Amen. Anleitung zum Glaubenszweifel" ist ein internationaler Bestseller. Die wesentlich erweiterte deutsche Ausgabe mit dem veränderten Untertitel "Mein Abschied vom traditionellen Christentum" ist im Oktober 2002 erschienen, inzwischen 10. Auflage 2014. Hierin setzt sie mit den Gedanken über das Wiedersehen jenseits des Todes in den verschiedenen Weltreligionen ihrem am 11. September 2001 verstorbenen Mann ein Denkmal in dem letzten Kapitel: "Eine Blume auf das Grab meines Mannes".


- gm -

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Eunuchen für das Himmelreich.

Katholische Kirche
und Sexualität.
Von Jesus bis
Benedikt XVI.

592 Seiten
Erweiterte und aktualisierte Neuausgabe
Heyne Taschenbuch
(26. Auflage des Buches seit seinem ersten Erscheinen 1988)
Die erweiterte und aktualisierte Neuausgabe 2012
wurde u. a. um das Kapitel "Meine große Enttäuschung" ergänzt.
ISBN: 978-3-453-16505-2
€ 11,99 [D] | € 12,40 [A] | CHF 17,90 (empf.VK-Preis)





Nein und Amen


Mein Abschied vom
traditionellen
Christentum

448 Seiten
Ergänzte Neuausgabe

Verlag: Heyne
Taschenbuch, Broschur
(10. Auflage des Buches 2014 seit seinem ersten Erscheinen 2002)
ISBN: 978-3-453-21182-7
9,95 [D] | 10,30 [A] | SFr 14,90* (*empf.VK-Preis)




Zitate von Uta Ranke-Heinemann