...die bisherigen Sauren Gurken

1980 "Das Streitgespräch § 218",
WDR, 20.12.1979
Moderation: Theo M. Loch
Redaktion: Johannes Kaul
Trostpreise:
Hans-Joachim Kulenkampf
Redaktion Aspekte
Tageschau und Heute

1981 "Die Bonner Runde",
ZDF
Moderation: Johannes Gross
Hauptredaktion: Horst Schättle
Trostpreise:
Manfred Sexauer, RB
Tatort "Katz und Mäuse", SFB


1982 "Götter in Weiß...?"
SFB, 9.7.1982
Buch und Regie: Horst Cierpka,
Redaktion: Karla Vortisch

Trostpreise:
ARD und ZDF Sportredaktionen
Werner Höfer, ARD
Redaktion Aspekte (ZDF)

1983 "Abtreibung auf Krankenschein"
aus der Reihe: "Wie würden Sie entscheiden",
ZDF, 14.11.1983
Moderation und Redaktion: Gerd Jauch

Trostpreise: keine
1984 "Sex-Tourismus"
in der Sendung "III nach Neun",
RB, 9.3.1984
Moderation: Günther Nenning
Redaktion: Rolf Tiesler, Wolf Neubauer

Trostpreis:
Franz Alt (SWF)
1985 Beitrag über Abtreibung in Report München,
BR, 18.06.1985
Moderation und Redaktion: Günther von Lojewski

Trostpreis:
Alexander Niemetz, ZDF
1986 "4 gegen Willi",
BR, 11.10.1986
Moderator: Mike Krüger
Redakteur: Jochen Filser

Trostpreise:
Wolf-Dieter Ebersbach, SWF
Karl-Joeressen und Pierre Kandorfer, ZDF
1987 "Nur für Busse"
(speziell der Sketch: "Nachts im Park"),
SDR, 21.09.1987
Namensgeber Jochen Busse
Redakteur: Günther Herbst

Trostpreise:
Reinhard Appel. Martin Schulze
1988 "Mutter ist die Beste",
ZDF, 8.05.1988
Moderatoren: Enrico De Paruta,
Ramona Leiß
Redakteur: Harald Miller

Trostpreis:
Verkehrsspot - Der 7 Sinn (WDR)
1989 "Madrid, Madrid, Madrid",
HR, 8.04.1989
Moderation: Wolf Hanke
Redaktion: Heiner Schölling

Trostpreis:
"Geld oder Liebe" WDR vom 28.09.89
1990 "Thailand: Kinderprostitution"
aus der Reihe Weltspiegel,
SDR, 16.09.1990
Moderator und Chefredakteur: Ernst Elitz
Redaktion: Peter Gatter

Trostpreis:
keiner
1991 "Rothenbaumchaussee",
WDR/NDR, 30.01.1991
Buch: Robert Müller,
Regie: Dietrich Haugk

Trostpreis:
"Tutti Frutti" (RTL plus)
1992 Heute-Joumal,
ZDF, 04.04.1992
Moderation: Peter Voß
Autor: Jürgen Grahn

Trostpreis:
keiner
1993 "Ich hab' noch einen Koffer in Berlin",
ZDF, 01.09.1993
Autor: Werner Doyé
Redakteur: Heinz Hemming

Trostpreise:
Gaudimax" (BR), Gerd Rubenbauer
1994 "Made in Hongkong"
aus der Reihe "Die Männer vom K3",
NDR, 12.12.1993
Buch: Harald Vock
Regie: Dietrich Haugk
Redaktion: Rochus Bassauer

Trostpreis:
keiner
1995 Presseclub: "Mit Power zur Gleichheit? UN-Frauenkonferenz in Peking",
WDR, 28.8.1995
Moderation: Fritz Pleitgen
Regie: Herbert A. Arnold
Redaktion: Rainer Krawitz

Trostpreise:
"Der unheimliche Bauer", Karin Zahn, WDR
1996 "Vom Verschwinden der Väter",
SDR, 18.9.1996
Buch und Regie: Hartmut Schwenk
Redaktion: Juliane Endress

Trostpreis:
keiner
1997 "Aptraum"
aus der Reihe: Tatort,
NDR, 4.5.1997
Buch: Bodo Kirchhoff
Regie: Bodo Fürneisen
Redaktion: Vera Kriegeskotte

Trostpreise:
"Goldkinder" aus der Reihe "37 Grad",
Autorin: Irs Pollatchek
Redaktion: Wolf-Rüdiger Schmidt
1998 "Reportage aus Afghanistan/Weltspiegel",
WDR, 18.10.1998
Autor: Armin Paul Hampel
Redaktion: Helmut Grosse
Moderation: Albrecht Reinhard

Trostpreis:
keiner
1999 38 Sendungen "Sabine Christiansen"
div. männliche Redakteure
Moderation: Sabine Christiansen

Trostpreis:
keiner
2000 "Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises",
ZDF, 24.10.2000,
Moderation: Klaus Bresser

Trostpreis:
keiner
2001 Fernsehspiel "Paulas Schuld",
ZDF, 15.10.2001,
Drehbuch: Hans Ulrich Krause
Regie: Claudia Garde
Redaktion: Karina Ulitzsch

Begründung: Das Kammerspiel entführt uns in die Welt der Frauen und zeigt, wie sie wirklich sind: inkompetent, neurotisch, süchtig. Der Film bietet ein breites Spektrum an Vorbildern, die wir nicht wirklich vermisst haben. Ob Gelegenheitsarbeiterin, Autorin, Lehrerin oder Fürsorgerin - sie sind allesamt Versagerinnen, laden Schuld auf sich. Opfer sind einmal mehr die Kinder. Retter: die Männer. Wie dei ex machina sorgen sie dafür, dass alles gut wird. Wir erleben zur besten Sendezeit das Revival der Moral der 50er Jahre. Wenn Mann zu Mutter und Kind stößt, ist die Familie komplett und der Film zu Ende.
2002 "Männer - das diskriminierte Geschlecht?"
aus der Reihe "Familienzeit",
BR, 22.1.2002,
Moderation: Wolfgang Binder
Redaktion: Gerd Niedermayer

Begründung: Entlang des Buches „Frauen und Kinder zuerst“ von Paul-Hermann Gruner, stellt die Sendung dar, dass „Jungen ins Hintertreffen geraten“ und Männer „auf der Verliererstraße“ sind. Tatsache ist: Mädchen machen Abitur, Frauen haben eine gute Ausbildung und sind im Beruf erfolgreich. Jungen hingegen sind die schulischen Sorgenkinder und Männer verlieren ihre Jobs in der Produktion. Schuld an diesen gesellschaftlichen Entwicklungen ist – so sagt uns die Sendung – „der organisierte Feminismus“. Den Ton für die Sendung setzt die Eingangscollage aus Bildern von Models und Schminkszenen, von Bomberstaffeln, Dominas und Müllmännern. Der zentrale Satz dazu: „Sind die subtileren Waffen der Frau weniger tödlich als die der Männer?“ Den Tenor der Sendung bestimmen der Buchautor als Studiogast und einseitig ausgewählte „Experten“. Gegenfragen oder Kritik finden nicht statt.
2003 Heute Journal,
ZDF, 8.9.2003
Moderation: Marietta Slomka
Bericht: Karin Catal

Begründung: In 4`30 Min. gelingt es dem ZDF Heute Journal Millionen Frauen Lust auf Hormone zu machen. Keine Angst, meine Damen, vor Brustkrebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Obwohl Studien warnen und auf den Beipackzetteln seit 1. November die erhöhten Risiken benannt werden müssen, zitiert das Heute Journal männliche Experten, die es besser wissen. Die Wechseljahre können eine schwere Krankheit sein. Schlaflose Frauen traktieren ihre Familien mit schlechter Laune, sind nicht arbeitsfähig, manchmal sogar lebensunfähig.. Dagegen helfen nur Hormone.
2004 Dokumentation „Alphorn und Bankgeheimnis",
BR, erstausgestrahlt 2.2.2004
Autor: Thomas Hausner
Redaktion: Ulrike Leutheusser, Astrid Harms

Thomas Hausner stellt in seinem 45 Minuten langen Film die Frage, wer ist der Schweizer und beantwortet sie kompetent mit Hilfe zahlreicher einheimischer Experten. Die Schweiz - ein Volk - vier Sprachen - ein Geschlecht.Mit Fleiß und großer Ernsthaftigkeit und ohne Angst vor Scheuklappen präsentiert Thomas Hausner eine Schweiz ohne Frauen.
2005 Norddeutscher Rundfunk
für sein Jahreswerk


Begründung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Sauren Gurke wird die besondere Leistung einer Rundfunkanstalt auf verschiedenen Gebieten gewürdigt. Dem Sender gelang es, seine absolute Preiswürdigkeit unter Beweis zu stellen: sowohl in Talkshows als auch in Unterhaltungssendungen, in Magazinen und bei der Sportberichterstattung, sogar beim Spielfilm überzeugte der NDR mit einem rasanten Abbau an Qualitätsstandards und unerwarteten Rückgriffen auf chauvinistische Klischees.
Beispiele:
  • „Beckmann“ – in der Sendung am 19. September glückte es, Frauen und Politik dank einer geschickten Besetzungspolitik klar zu trennen.
  • „Thürnaus Fettweg-Show“ – in den Sendungen zwischen Januar und März wurden durch den lockeren Umgang mit Produktnamen und Sponsoren sämtliche Shopping-Kanäle mühelos unterboten.
  • „Leichtathlethik-Weltmeisterschaften in Helsinki“ – in der Sendung vom 14. August bewies der Stadionreporter seine Sensibilität, indem er sich um die Familienplanung der frisch gebackenen Europarekordlerin und Silbermedaillen-Gewinnerin sorgte.
  • „Das!“ – die Sendung am 8. März endete mit einer beeindruckend humorfreien Glosse zum Internationalen Frauentag.
  • Spielfilm – „Baby“ am 4. August in der reihe „Debüt“ überraschte mit einer kunstfertigen Aufbereitung des offenbar unsterblichen Lolita-Mythos.

2006 Die große Show der Naturwunder
ARD-Das Erste, 4.5.2006, 20.15 Uhr
Frank Elstner und Ranga Yogeshwar
ergründen mit prominenten Gästen
die Wunder der Natur.

Zur besten Sendezeit präsentieren zwei bedeutende Köpfe - Frank Elstner und Ranga Yogeshwar - Wunder der Natur. Die Zuschauerin registriert beglückt, was sich an Frauenkörpern alles erklären lässt - wenn sie spärlich bekleidet sind oder in der Badewanne sitzen: die Kälteunempfindlichkeit des Eisbären ebenso wie die besonderen Selbstreinigungskräfte des Lotusblattes. Kein Wunder – sind doch Frauen auch „Naturwunder“, wie Frank Elstner treffend formuliert. Noch 2006 gilt die Gleichung: Mann gleich Verstand, Frau gleich Natur – vor allem im Schaumbad.
2007 ZDF-Produktion "Lafer! Lichter! Lecker!"
(samstags 16:15 – 17:00,
Redaktion: Eva Wahler) - besonders gelungen die Sendung vom 18.August 2007

Begründung: Eine Appetit anregende Einladung in die Küche, wo die beiden Herren in den besten Jahren ihre Kunst zelebrieren. Da werden aus weiblichen Gästen schon mal "Täubchen an seiner Seite" oder "nougatgefüllte Marzipanpralinen auf zwei Beinen". Und Hühnerbrüstchen bekommen eine ganz neue Bedeutung. Der Stammtisch mit seiner klaren Rollenzuteilung hat ein neues Zuhause in der Küche gefunden, der Zuschauerin aber liegt die kalorienreiche Nachmittagsunterhaltung schwer im Magen.

"Brüstchen" präsentierte auch der Weltspiegel des Bayerischen Rundfunks vom 25.2.2007 - trotzdem reichte es 2007 nur zum Trostpreis. Immerhin, Richard Schneider und sein Kameramann wissen, wie man verführerische Rundungen in einem politischen Magazin delikat in Szene setzt.


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