Einführung des Frauenwahlrechts

1870Bundesstaat Wyoming
(auf Bundesebene 1920)
1937Philippinen
1893Neuseeland1942Dominikanische Republik
1906Finnland1944Frankreich
1908Australien (nur weiße Frauen,
ab 1967 allg. Wahlrecht für Aboriginal people)
1945Liberia
1913Norwegen
(eingeschränkt ab 1907)
1946Albanien, Italien, Jugoslawien, Panama, Südafrika
1915Dänemark, Island1947Argentinien, Bulgarien, Burma, China, Japan, Venezuela
1917Rußland1948Belgien, Israel, Korea
1918Deutschland, Irland, Rumänien, Ungarn1949Chile, Costa Rica
1919Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Tschechoslowakei1952Griechenland
1920Kanada, USA1953Mexiko (eingeschränkt ab 1947)
1921Schweden1956Tunesien
1924Mongolei1971Schweiz (nationales Wahlrecht) -
das Wahlrecht für die regionalen Volksvertretungen blieb Frauen in einigen Kantonen (Appenzell) bis 1990 verwehrt
1928Großbritannien1974Portugal
1929Ecuador 1976Jordanien  -weiter-
1931Sri Lanka (Ceylon), Spanien 1984Liechtenstein
1932Brasilien, Thailand, Uruguay1999/2001Das kuwaitische Verfassungsgericht hat am 16. Januar 2001 eine Klage auf Einführung des Frauenwahlrechtes endgültig zurückgewiesen. Das 1999 den Frauen in Kuwait zugesprochene Wahlrecht ist ihnen damit wieder entzogen worden.....-weiter-
1934Kuba, Türkei2002Bahrein
1935Indien  



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17. Juni 2003
Parlamentswahlen in Jordanien

In Jordanien waren zum ersten Mal seit sechs Jahren rund 2,4 Millionen Stimmberechtigte zur Wahl eines Parlaments aufgerufen. Die Abgeordnetenkammer war im Sommer 2001 von König Abdullah II. wegen der "schwierigen Lage" im Nahen Osten aufgelöst worden. Neuwahlen wurden seitdem mehrfach verschoben.

765 Kandidaten hatten sich um die 110 Mandate beworben - darunter 54 Frauen. Erstmals in der Geschichte des Landes gingen 6 Sitze über die Quotenregelung an die Frauen.


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16. Januar 2001
Kuwait: Gericht entscheidet gegen Frauenwahlrecht

Das kuwaitische Verfassungsgericht hat am 16. Januar eine Klage auf Einführung des Frauenwahlrechtes endgültig zurückgewiesen.

Nach der Entscheidung des Gerichtes, die nicht angefochten werden kann, dürfen Frauen in Kuwait auch in Zukunft nicht wählen oder für politische Ämter kandidieren. Die Richter begründeten ihr Urteil mit einem Formfehler: Danach habe der Kläger Adnan Hussein al-Issa keinen formellen Auftrag der Frauen gehabt, in ihrem Namen vor Gericht zu ziehen. Bürgerrechtlerinnen kündigten unterdessen an, ihren Kampf für das aktive und passive Wahlrecht von Frauen dennoch fortzusetzen. In der kuwaitischen Verfassung von 1962 ist zwar die Gleichberechtigung der Geschlechter festgeschrieben, gleichzeitig haben aber nur Männer das Wahlrecht.

Im Mai 1999 hatte der Emir des Golf-Staates, Scheich Jaber al-Ahmed al-Jaber as-Sabah, Frauen per Dekret größere politische Rechte zugesprochen und dafür auch die Zustimmung der Regierung erhalten. Bei einer Abstimmung im Parlament setzten sich jedoch am 30. November 1999 oppositionelle sunnitische Islamisten und konservative Stammespolitiker knapp gegen die Reformfraktion durch. Frauenrechtlerinnen riefen daraufhin mit der Begründung, die Verweigerung des Frauenwahlrechts stelle eine Verletzung von Grundrechten dar, zunächst ein Verwaltungsgericht und dann den Verfassungsgerichtshof an. Das Verfassungsgericht wies am 4. Juli 2000 in einer ersten Entscheidung die Klagen aus Verfahrensmängeln zurück.

Quelle: Fischer Weltalmanach

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