Agnes Bernauer

ca. 1410 - 12.10.1435


Der Geburtsort und die soziale Herkunft der Agnes Bernauer sind nicht belegt. Überliefert wird, dass sie die Tochter des Badstubenbesitzers und Barbiers Kaspar Bernauer gewesen sein soll.

Fest steht, dass Herzog Albrecht III. von Bayern-München Agnes bei einem Turnier in Augsburg kennenlernte und mit ihr gegen den Widerstand der herzoglichen Familie eine nicht standesgemäße Ehe einging. Das Paar hatte eine Tochter und lebte abwechselnd in Vohburg oder Straubing.

In Straubing ließ Herzog Ernst, der Vater Albrechts, Agnes Bernauer am 12.10.1435 ermorden, nachdem Albrecht unter einem Vorwand aus der Stadt weggelockt worden war. Die Todesart - Ertränken in der Donau - hatte auch symbolische Bedeutung, nämlich als Hexentod. Man stieß die Bernauerin von der Donaubrücke. Angeblich gelang es ihr, die Beinfesseln zu lösen und ans Ufer zu schwimmen. Dort habe der Henker auf sie gewartet und mit einer Stange ihren Kopf solange unter Wasser gedrückt, bis sie ertrunken sei.

Herzog Ernst stiftete 1436 als Sühne für den Mord an seiner unstandesgemäßen Schwiegertochter eine Messe in St. Peter in Straubing. Er ließ ihr einen Grabstein aus rotem Marmor meißeln und eine eigene Totenkapelle errichten, die Agnes-Bernauer-Kapelle im Friedhof von St. Peter.

Herzog Albrecht schloß 1436 mit Anna von Braunschweig eine standesgemäße Ehe.

Aus dem Augsburger Frauenlexikon






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